(K)eine dicke Ausnahme – Plus-Size ab Kleidergröße 40

Plus-Size-Models beim Fitting
Foto von: Anna Demjanenko/Shutterstock

 

Übergrößen bekannter Modehäuser fangen seit neustem schon bei Größe 40 an. Größe 40 fragen wir uns? Über 50% der deutschen Frauen tragen diese Kleidergröße. Aber welche Frau mit 40ger Hose oder Shirt möchte sich als „dicke Ausnahme“ fühlen?

Gehen wir auf die Homepages der Modelagenturen, finden wir bei immer mehr Agenturen einen sogenannten „Plus-Size-Bereich“ – aber gerade hier wird ein Model spätestens ab Größe 40 als „Übergrößenmodel“ bezeichnet. Schaut man sich diese Models an, sind sie wirklich weiblich und wunderschön: Das einzige was sie von ihren Kolleginnen mit Engelsflügeln unterscheidet ist, dass sie kurvig sind ­– mit einem normalen, weiblichen Körperbau, der nicht dem Skinny-Body-Image der Medien entspricht.

 

Body-Tuning im Übergrößen-Bereich

In Model-Agenturen wächst der Plus-Size Bereich immer weiter an und auch große Modehäuser, wie H&M und der Modezar Karl Lagerfeld haben schon auf Frauen mit Kurven gesetzt. Aber das sind bisher leider die großen Ausnahmen: Cover-Erfolge bei einschlägigen Magazinen und Laufstegjobs für große Marken sind für Übergrößenmodels ab Kleidergröße 40 sehr selten. Die Plus-Size-Models entsprechen dem gängigen Schönheitsideal nicht – zu viele Kurven, zu weit weg von den vermeindlichen Modelmaßen 90-60-90. Und doch sind sie viel näher an uns Normalo-Frauen dran, als irgendein Victorias Secret Engel es jemals gewesen ist und es vielleicht jemals sein wird.

Auch im Plus-Size-Bereich bleiben die Idealisierungen nicht aus: Selbst die Kurvenstars müssen ihren Rundungen ab und zu mit Polstern nachhelfen. Wurden sie für die Laufstegjobs noch als zu dick bezeichnet, sind Ihre Körper hier plötzlich nicht mehr weiblich genug.

Plus-Size-Models
Foto von: Ammentorp Photography/Shutterstock

Können wir einen gesunden Menschen nicht einmal als das ansehen, was er ist – nämlich wunderschön? Müssen wir immer unrealistische Schönheitsideale kreieren und Frauen so ihr Selbstbewusstsein nehmen?

 

Erweitertes Schönheitsideal: Weiblichkeit in Hülle und Fülle

Die langsam steigende Popularität der Plus-Size-Models erweitert das Schönheitsideal um eine weitere Dimension: Nicht mehr ausschließlich schlanke Frauen stehen im Fokus der Schönheitsindustrie. Solche Models repräsentieren die durchschnittliche Frau und lassen viel mehr Identifikation zu. Frauen mit einer weiblichen Figur wird dadurch vor Augen geführt, dass auch sie sich mit ihrer kurvigen Körperform zeigen können. Sie brauchen sich nicht länger unförmig oder zu dick fühlen.

Ein normales, weniger verzerrtes Selbstbild kreieren und erkennen, dass die Schönheit nicht an einer Kleidergröße festzumachen ist – das ermöglicht uns das Bekanntwerden von Übergrößenmodels. Frauen mit unterschiedlichen Körpertypen werden durch das erweiterte Schönheitsideal endlich wieder dazu animiert sich selbst zu lieben und keinem Trugbild hinterherzueifern.

Spiegel: Verzerrte Wahrnehmung

 

Nicht bloß schönes Vorbild – die Einstellung macht‘s

Plus-Size-Models sind Vorbilder für viele Frauen – und das nicht nur aufgrund ihrer Schönheit, sondern vor allem wegen ihrer Einstellung. Über diese Verantwortung sind sich viele der Schönheiten bewusst: Sie versuchen ein gesundes Körper-Image zu vermitteln. Übergrößenmodel Robyn Lawley legt Frauen aller Maße folgende Message ans Herz: „We could be getting angry about unequal paying or unequal opportunities, but we’re too busy being told we’re not thin or curvy enough. We’re holding ourselves back.”

 

Repost from @robynlawley1 ❤️Thank you for this!!! We have so many important issues that as women we need to fight for, like basic human rights. But the size of a woman seems to be the headline topic of conversation which in reality is just women going against one another to prove superiority and value. If we are trying to prove our worth than we are still asking for permission. If we are only talking about what body type is sexy and what size is "hot," than we aren't actually improving anything for women as a whole. We have so much more to offer than being sexy, curvy, skinny, hot, beautiful, or fashionable! We have a purpose far greater than our physical bodies! #healthyisthenewskinny #healthybodyimage #selflove #truth #riseup #morethanabody

A photo posted by healthyisthenewskinny™ (@healthyisthenewskinny) on

 

Mit diesen klugen Worten trifft sie für uns vom Soul Warrior Blog den Kern der Sache genau – vielleicht setzen wir unseren Fokus auf die falschen Dinge im Leben. Schönheit ist nicht einer Kleidergröße zuzuordnen, sondern kommt von Innen. „True beauty is in loving yourself“ – Wahre Schönheit liegt darin dich selbst zu lieben. Genau deswegen sollten wir uns nicht von medialen Schönheitsidealen einschränken lassen und uns lieber an das halten, was uns glücklich macht.

Wir von Soul Warrior sind der Meinung: Jede glückliche Frau mit gesundem Körper und Geist strahlt von innen heraus und ist schön, unabhängig davon, welche Maße sie hat.

Das Skinny-Body-Image ist out.

Let’s start a self love beauty revolution!

Euer Soul Warrior Team

Soul Warrior Logo

 

Tagged on:                         

4 thoughts on “Plus-Size-Models – Mutige Höhenflüge ohne Victorias Engelsflügel

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *